Rezeption

Schober, Kristin: Nichtexistenz der idealen Liebe und der Polykrateskomplex im Leben und ausgewählten Romanen Rosalía de Castros. Diplomarbeit. Graz, 2001.

Frau Kristin Schober hat mir die freundliche Erlaubnis erteilt, ihre Examensarbeit zu Rosalía de Castro hier auf meiner Internetpräsenz in Auszügen zu veröffentlichen. Für die Autorisierung möchte ich Frau Schober ganz herzlich danken!

Frau Schober hat ihre Examensarbeit Nichtexistenz der idealen Liebe und der Polykrateskomplex im Leben und in ausgewählten Romanen Rosalía de Castros im Jahr 2001 bei Prof. Dr. Erna Pfeiffer an der Karl-Franzens-Universität Graz geschrieben. Die 104 Seeiten umfassende Abhandlung ist über die Universitätsbibliothek Graz (Signatur: II 626392) oder der Fachbibliothek für Romanistik der Karl-Franzens-Universität Graz (Signatur: 99/361) ausleihbar.

Im Abstract fasst Kristin Schober ihre wissenschaftliche Ausarbeitung folgendermaßen zusammen:

Vorliegende Arbeit analysiert das Leben und Werk Rosalía de Castros genauer und zeigt den Zusammenhang zwischen ihrem Weltbild und ihren Romanen auf.

Insbesondere habe ich mich auf die Betrachtung von zwei ihrer Hauptthemen konzentriert, nämlich auf das Thema des Polykrateskomplexes als Form des Pessimismus und das der Nichtexistenz der idealen Liebe.

Rosalía de Castro wird heute von den Literaturkritikern als eine der wichtigsten Figuren für die Begründung einer eigenständigen galicischen Literatur eingestuft und von den Galiciern als ihre Nationalheldin gefeiert. Vor allem ihre Gedichte führten Rosalía de Castro zu diesem Ruhm, doch kann man auch eine Vielzahl von Romanen zu ihrem literarischen Schaffen zählen. Unter anderem möchte ich in der hier vorliegenden Diplomarbeit besonders die drei Romane La Hija del Mar, Flavio und El primer Loco hervorheben, die trotz stilistischer Unterschiede viele thematische Gemeinsamkeiten, wie z.B. die Unmöglichkeit der idealen Liebe, aufweisen.

Das erste Kapitel der hier vorliegenden Arbeit beinhaltet Informationen über das Leben und das Werk Rosalia de Castros und analysiert ihre drei Romane inhaltlich und stilistisch näher sowie beleuchtet biographische Schlüsselpunkte, die für de Castros weiteres literarisches Schaffen maßgeblich waren, genauer. Ebenso wird in den ersten beiden Kapiteln die Möglichkeit eines Zusammenhangs zwischen de Castros Leben und ihrem Werk aufgezeigt.

Das dritte Kapitel beschreibt das Weltbild de Castros, welches durchwegs pessimistisch ist, sowie ihr physisches und psychisches Leid.

Mit Hilfe dieser vorangegangenen Erkenntnisse werden schließlich in den letzten beiden Kapiteln die akzentuierteste Form des Pessimismus, der Polykrateskomplex, und die durch die negative Vision der Welt resultierende Nichtexistenz der idealen Liebe erläutert. De Castros Einstellung zur Liebe steht mit dem Polykrateskomplex und dem Pessimismus in engem Zusammenhang. Die Grundeinstellung ist immer pessimistisch, was verschiedene Aspekte wie zum Beispiel vergebliche Suche nach der idealen Liebe, negative Bewertung der leidenschaftlichen Liebe oder Vergänglichkeit der Liebe belegen. Diese Aspekte zeigen ganz deutlich den Zusammenhang zwischen Liebe und Schmerz bzw. zwischen Liebe und Pessimismus.“

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