Werk

Als ob dies nicht schon komplex genug sei, erweitert Rosalía de Castro im zweiten und letzten Gedichtband auf Galicisch, Follas novas – Junge Blätter, ihr literarisches Konzept um existentialistische und dekonstruktivistische Ebenen, was die unzweifelhafte literarische Durchsetzungskraft des Galicischen und seiner Autorin beweist. An dieses erweiterte Konzept schließt ihre letzte zu Lebzeiten erschienene, auf spanisch verfasste Gedichtsammlung nahtlos an, weshalb En las orillas del Sar – An den Ufern des Sar als ihr spanischsprachiges lyrisches Hauptwerk des 19. Jahrhunderts in die Literaturgeschichte eingegangen ist. Immer ist es aber Galicien, -seine Menschen, seine Natur, seine sozioökonomische Wirklichkeit-, um das sich Rosalía sorgt.