Biographie

Titelblatt der „Cantares Gallegos“, 1863. Kopie der Faksimileausgabe der Xunta de Galicia aus dem Jahr 2013.
Titelblatt der „Cantares Gallegos“, 1863. Kopie der Faksimileausgabe der Xunta de Galicia aus dem Jahr 2013.

1863 erscheint auch Rosalía de Castros erste galicische Gedichtsammlung: Cantares GallegosGalicische Lieder. An der Veröffentlichung ist maßgeblich Manuel Murguía beteiligt. Er initiierte das Projekt anfänglich ohne das Wissen der Autorin, was zu Zwistigkeiten unter den Eheleuten führt. Castro und Murguía verfolgen verschiedene Absichten mit ihren Schriftstellerischen Tätigkeiten. Die Cantares Gallegos gelten in der Galicischen Literaturgeschichte als Neubeginn der Galicischen Literatur der Neuzeit. Denn seit dem ausklingenden Mittelalter wurde immer weniger auf Galicisch geschrieben. Das ehemalige Prestige des Galicischen als Literatursprache war bis ins 19. Jahrhundert zunehmend verfallen. Castro erweckt durch die Verschriftlichung der oral tradierten Volksliedern (den sogenannten cantigas, cantares oder coplas) in eigenen Variationen das Interesse an der traditionellen Lyrik. Galicische Gedichtsammlungen wie die des mittelalterlichen Königs Alfons des Weisen schlummern zu dieser Zeit noch in Vergessenheit.

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