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Rosalía de Castros Novelle “Die Tochter des Meeres” erscheint 2016 erstmals in deutschsprachiger Übersetzung

Rosalía de Castro Die Tochter des Meeres -Novelle-
Rosalía de Castro: “Die Tochter des Meeres”

Rosalía de Castros Novelle Die Tochter des Meeres (sp.: La hija del mar) liegt nun endlich, über 150 Jahre nach der spanischen Erstveröffentlichung, erstmals in deutscher Übersetzung vor. Es ist erstaunlich, dass eine Autorin, die in Spanien zum Kanon der sogenannten Klassischen Literatur gehört, im deutschen Sprachraum so selten Beachtung findet und besonders von Seiten der etablierten Verlage kaum eine Stimme bekommt. So kann eine Schriftstellerin von solch immenser Bedeutung für die spanische Literatur wie Rosalía de Castro hierzulande natürlich kaum Gehör finden. Aber woran liegt das? In den Verlagsprogrammen finden wir immer wieder Neuübersetzungen altbekannter Klassiker, aber keine Werke, die sich die Leser der sogenannten klassischen fremdsprachigen Literatur in deutscher Übersetzung wünschen. Desiderate der Übersetzung werden von den Verlagen offensichtlich übergangen. So beklagt Friedrich Wolfzettel schon 1999 in seiner Literaturgeschichte mit dem Titel Der spanische Roman von der Aufklärung bis zur frühen Moderne, dass immer noch keine deutschsprachige Übersetzung von Emilia Pardo Bazáns La Tribuna (1882) vorliegt. Diese Klage liegt mittlerweile sechzehn Jahre zurück und ich habe bislang keine Kenntnis darüber, dass eine Übersetzung vorliegt bzw. geplant ist. Auch Ana Fernández Rodríguez beklagt im Jahre 2013 auf dem internationalen Rosalía de Castro Kongress in Spanien, dass das Gesamtwerk von Rosalía de Castro noch immer nicht ins Deutsche Übertragen worden ist. Fernández Rodríguez’ und Wolfzettels Hinweise auf Desiderate im Bereich der deutschsprachigen Übersetzungen spanischer Literatur des 19. Jahrhunderts werden von Seiten der Verlage allem Anschein nach nicht wahrgenommen.

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Basilio Losada Castro wird Ehrenmitglied der Königlich Galicischen Akademie

Basilio Losada Castro. Ehrenmitglied der Real Academia Gallega. 2015
Basilio Losada Castro. Orixe: Real Academia Galega. Arquivo. Foto von XOSE CASTRO. Mit freundlicher Genehmigung des Archivs der Real Academia Gallega. 2015

Am 3. Oktober 2015 ist Basilio Losada Castro, eremitierter Professor der Universität Barcelona, feierlich als Ehrenmitglied der Königlich Galicischen Akademie (Real Academia Galega: RAG) aufgenommen worden.

Seinen Eintrittsvortrag hat er den ersten beiden Romanen von Rosalía de Castro gewidmet: Die Tochter des Meeres  (sp.: La hija del mar) und Flavio. In seinem Vortrag betont er die immense Bedeutung Rosalía de Castros für die galicische Literatur und  für Galicien:

BASILIO LOSADA CASTRO
Basilio Losada Castro. Orixe: Real Academia Galega. Arquivo. Foto von XOSE CASTRO. Mit freundlicher Genehmigung des Archivs der Real Academia Gallega. 2015

„Galicien ist das einzige Land, dass durch seine Dichter am Leben erhalten wird, und mit einer Frau an der Spitze“ (gal.: “Galicia é o único país mantido en vida polos seus poetas, e cunha muller á cabeza deles”)

Der Literaturwissenschaftler, Kritiker, Übersetzer und Universitätsdozent hat 1986 die erste Professur für Galicische und Portugiesische Literatur an der Universität zu Barcelona übernommen. Schon seit den 1960er Jahren ist Basilio Losada als Person eine Institution für galicische Kultur und Literatur in Katalonien.

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